Quicky: SPD-Umfrage zum Thema Sperrmüll:
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Schallschutz, Windenergie und Blockheizkraftwerk. Schutz für Mensch und Umwelt.
Die SPD-Fraktion der Gemeinde Eichenzell bringt in die Gemeindevertretersitzung am 26.05.2011 sechs Anträge und Anfragen ein. Die Gemeinde soll sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger entwickeln, die Umwelt soll dabei geschont und geschützt werden.
Fukushima hat gezeigt, dass die Atomkraft selbst in einem hochentwickelten Land nie sicher sein kann. Keines unserer Kernkraftwerke hält einem Flugzeugabsturz stand, so Umweltminister Röttgen. In Stunden kann es in Deutschland ähnlich aussehen. Störfälle treten zwar bislang selten auf, aber die Zerstörung und das Leid sind dann so gewaltig, dass man eine solche Katastrophe auf keinen Fall irgendwie in Kauf nehmen kann.
Denken wir an die Menschen die 1986 in Tschernobyl verstrahlt wurden oder jetzt in Japan. Denken wir an die Kinder, die schwer missgebildet zur Welt kamen und unweigerlich weiter zur Welt kommen werden. Denken wir an die verseuchten Landstriche.
Windmühlen
Die Solarenergie und die Nutzung der Windkraft sind daher sinnvolle Alternativen. Die Akzeptanz für solche Anlagen in der Bevölkerung ist gewachsen. Die Anlagen können heute Strom erzeugen und in Jahrzehnten nach Ablauf ihrer Lebenszeit problemlos entsorgt bzw. recycelt werden. Gefahren für uns oder für kommende Generationen gehen von diesen Anlagen nicht aus.
Die SPD-Fraktion Eichenzell will daher prüfen lassen, ob und wenn ja wo sich in Eichenzell Windenergieanlagen aufstellen ließen. Es sind dabei viele Nebenbedingungen zu beachten, aber der Denkprozess muss jetzt umgehend in Gang gesetzt werden. Landrat Woide hat verständlicherweise vor einer Goldgräberstimmung gewarnt, kommen doch auf seine Behörde neue Arbeitsgebiete hinzu.
Sicher ist die Akzeptanz der Eichenzeller Bürgerinnen und Bürger um so größer, wenn sie sich an solchen Anlagen selbst beteiligen können. Das Projekt „Bürgersolar Eichenzell" hat diese Bereitschaft bereits gezeigt. Auch die ansässigen Industriebetriebe haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits ein Interesse an günstigem Strom und andererseits ebenfalls an Beteiligungen an solchen Anlagen.
Nicht zuletzt die Gemeinde selbst sollte ein Interesse an Windanlagen auf ihrem Boden haben, sind die Windmühlen doch nicht nur Strom- sondern auch Gewerbesteuererzeuger. Ist die Gemeinde selbst beteiligt, kann das sicher einen positiven Einfluss auf Genehmigungsverfahren haben. Andere Kommunen machen es uns vor: Hünfeld und Burghaun haben bereits Flächen für Windräder ausgewiesen!
Blockheizkraftwerk
Das neue Baugebiet „Nordwestliches Steinfeld" könnte mit einem Blockheizkraftwerk über sogenannte „Nahwärme" mit Heizenergie versorgt werden. Die effiziente Nutzung der Energie, die dezentrale Erzeugung und die Wertschöpfung im lokalen Umfeld müssen die Ziele eines solchen Konzepts sein. Auf freiwilliger Basis könnten die zukünftigen Hausbesitzer gemeinsam preisgünstig die Wärme für ihre Häuser erzeugen. Eine denkbare Hackschnitzelanlage wäre zudem CO2-neutral.
Die Gemeinde soll solch ein Pilotprojekt starten und moderieren. Ein solches Konzept funktioniert mit hoher Wahrscheinlichkeit und kann dann als Vorlage für kommende Baugebiete dienen.
Lärmschutz
Speziell die Bürgerinnen und Bürger in Kerzell leiden unter einer enormen Umweltbelastung: Dem Lärm durch den Schienenverkehr auf der Strecke Frankfurt-Fulda. Hier muss dringend etwas geschehen! Leider ist ohne einen 4-gleisigen Ausbau der Strecke in absehbarer Zeit keine Schallschutzinvestition der Bahn zu erwarten.
Im Bereich Kerzell muss nun endlich angefangen werden. Es reicht nicht mehr, hier zuzuwarten oder sich den Schwarzen Peter reihum hin und her zu schieben. In den am meisten belasteten Bereichen muss nun Schritt für Schritt mit wirksamen Lärmschutzmaßnahmen begonnen werden.
Eröffnungsbilanz, Jahresabschluss 2009
Die SPD-Fraktion bittet den Gemeindevorstand nun endlich die längst überfällige Eröffnungsbilanz vorzulegen. Ebenfalls wäre der Jahresabschluss 2009 längst vorzulegen gewesen, worum die SPD-Fraktion nun auch erneut bittet.
Unfallschwerpunkt Kreuzung unterhalb von „Dehner"?
Der SPD-Fraktion war zu Ohren gekommen, dass es an der Kreuzung L3430 - K58 anscheinend öfters kracht. Die Gemeinde wird gebeten, bei den zuständigen Behörden nachzufragen, ob an dieser Stelle ein Unfallschwerpunkt liegt und wenn ja, wie hier Abhilfe geschaffen werden könnte.
Für Vorschläge immer offen...
Wenn Sie auch Fragen oder Anregungen haben, so bitten wir Sie, sich an uns zu wenden. Wir hören ihnen zu und setzen uns für Sie ein! Gerne greifen wir Ihre Vorschläge auf und bauen sie in unsere Anträge und Anfragen für die nächsten Sitzungen ein.
Herzlich, Ihre SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Eichenzell
P.S.: Die Anträge und Anfragen können hier im Wortlaut als PDF gelesen werden: